Marokko hautnah: Eine unvergessliche Gruppenreise zwischen Medina-Abenteuer und Wüstenzauber
Einleitung
Eine Reise nach Marokko ist immer ein Fest für die Sinne – doch gemeinsam als Gruppe wird sie zu einem Erlebnis, das verbindet und lange nachhallt. Zwischen den verwinkelten Gassen der Medina von Marrakesch, herzlichen Begegnungen mit Einheimischen und magischen Momenten in der Steinwüste von Agafay erlebte unsere Reisegruppe ein intensives Programm voller Genuss, Abenteuer und Überraschungen. Von orientalischen Ryads über knifflige Schatzsuchen bis hin zum Sonnenuntergang über der Wüstenlodge: Diese Gruppenreise zeigte uns die ganze Vielfalt und Wärme Marokkos – und schenkte uns Erinnerungen, die wir so schnell nicht vergessen werden.
Vorfreude im Wallis
Wir, der Jahrgang 1985 aus Visperterminen, machten uns zu unserem 40. Geburtstag Ende Oktober auf zu einer ganz speziellen Jahrgängerreise. Es ging nach Marrakesch! Was für eine Aufregung im Dorf: «Hesch keehrt, d 85gini, uf Marrakesch! Hoffentlich chumund de alli wieder zrug. Ähwa tüe doch nid so, das isch mal epis anners wa immer ins Piemont, di heint Rächt!» Voller Vorfreude und gespannt auf unser Abenteuer trafen wir uns also am Flughafen von Genf und folgen mit Easy Jet pünktlich in Richtung Marrakesch ab. Nach den Zollvormalitäten und dem Geldwechsel wurden wir herzlich durch Mohammed von Sahara Experience begrüsst. Er war nun unser Guide für die nächsten Tage. Da es schon nach 19:30 Uhr war, hat er uns gefragt, ob wir zuerst zum Abendessen wollen oder erstmal ins Riad. Wir haben uns dann fürs Riad entschieden und so hat er das Abendessen noch etwas nach hinten geschoben.
Riad Djemanna
Unsere Unterkunft für die ersten zwei Nächte war das Riad Djemmana. Ein sehr schönes, kleines Riad mit 10 Zimmern, 7 davon von uns besetzt 😉 Die Zimmer waren alle um 2 Innenhöfe mit kleinen Plunge Pools verteilt. Alle individuell eingerichtet. Wir fühlten uns direkt wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Es verfügt zudem über einen kleinen Wellness Bereich. Diesen haben wir jedoch nicht genutzt, dafür aber die Dachterrasse für ein gemütliches Zusammensitzen am 2. Abend. Das Personal ist super freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück wurde im Innenhof serviert und frisch zubereitet. Neben Brot, Konfi, Honig, frischen Früchten und Joghurt gab es auch frische Eierspeisen wie Omlette usw.
Sandra Studer Travelagent webook.ch
Sandra Studer macht mit ihrer Musikgruppe jedes Jahr eine kleine Vereinsreise. Dieses Jahr entdeckten sie für Sie und webook.ch das wunderschöne Marokko. Viel Spass beim Lesen. Tel: 058 520 02 50
Restaurant Dar Zellji
Nach dem Zimmerbezug ging es weiter ins Restaurant Dar Zellji fürs Abendessen. Da unser Tisch noch nicht bereit war, haben wir in der Rooftop Bar noch einen Apero genossen, bevor es dann wieder runter zum Abendessen ging. Hier haben wir zum 1. Mal marokkanisch gegessen und es war sehr lecker. Es gab sogar noch eine kleine Show mit Musik und Gesang / Tanz. Die Bauchtänzerin haben wir aber verpasst. Der Service war sehr aufmerksam und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Nach dem Essen hat uns Mohamed wieder abgeholt und zum Riad begleitet. Ohne ihn wären wir wohl echt aufgeschmissen gewesen, in dem Labyrinth aus engen Gässchen!
Schatzsuche
Am nächsten Morgen holte uns Mohamed um 09:00 Uhr für eine Schatzsuche in der Medina wieder ab. Wir waren alles sehr gespannt, was uns wohl erwarten wird und hatten auch etwas Respekt, so ganz alleine im Gewusel. Aber mit der App und dem Superkompass haben sich alle mehr oder weniger gut zurechtgefunden. Na ja, Gruppe rot hat sich komplett verlaufen und nur knapp die Hälfte der Fragen geschafft 😅 Ziel der Schatzsuche war nämlich, dass wir mittels Fragen in der App die Medina auf eigene Faust erkunden. Die Idee war mega. Toll war auch, dass wir den anderen Gruppen nicht ums erste über den Weg gelaufen sind. Erst am Schluss traf Gruppe gelb auf Gruppe weiss. Die Menschen vor Ort waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Als wir manchmal nicht weiterwussten, haben wir oft die Einheimischen gefragt, die uns gerne weitergeholfen haben. Sie waren auch nicht aufdringlich wie in manch anderen arabischen Souks (vgl. Dubai => das fand ich dort sehr unangenehm). Leider haben wir alle es nicht ganz in der vorgegebenen Zeit geschafft und konnten die letzte Challenge nicht machen. Dies war etwas schade, da wir ja noch Zeit gehabt hätten. Aber die beiden Guides waren sehr erpicht, pünktlich fertig zu machen. Nichts destotrotz war es ein super Erlebnis, das wir gerne weiterempfehlen.
Restaurant DarDar
Nach der Schatzsuche hatten wir noch ca. eine 3/4 Stunde für uns. Wir blieben bei der Medina / auf dem Djemma el Fna und haben noch was getrunken. Um 13 Uhr wurden wir wieder abgeholt und sind zu Fuss zum Restaurant DarDar zum Mittagessen. Das DarDar ist eine sehr coole Location mit tollem Ausblick über die Dächer von Marrakesch. Sehr toll fanden wir, dass auch hier ein Menu bereits vorgewählt war und wir nicht aus einer riesigen Karte etwas zusammenstellen mussten. So haben wir uns die Vorspeise und das Dessert «geteilt» und den Hauptgang konnte jeder aus 3 verschiedenen Varianten wählen. Auch hier war das Essen sehr lecker. Um 15 Uhr hat uns Mohamed wieder abgeholt und zu Kochschule im Café Clock gebracht. Eigentlich hätten wir gerne noch etwas mehr Freizeit in der Medina gehabt. Dies war aber diesmal nicht möglich. Mohamed hat aber vorgeschlagen, dass er uns nach dem Kochkurs nochmals zurückbringt. So haben wir es dann auch gemacht.
Kochkurs im Café Clock
Im Café Clock wurden wir freundlich begrüsst und uns wurde das Menu vorgestellt. Wir konnten aus verschiedenen Sachen wählen, was wir kochen möchten. Danach lief erstmal eine Stunde nichts, bevor es dann ans schnibbeln und kochen ging. Es wurde immer gesagt, was wir als nächstes tun sollten und so entstand nach und nach unser Abendessen. Es war eine coole Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Auch wenn sie sich ein bisschen besser hätten vorbereiten können. Am Schluss haben wir nämlich noch die Menukarten erhalten, mit den verschiedenen Gerichten und Zutaten. Dies wäre am Anfang hilfreicher gewesen, ging aber wohl unter. Auch bis wir etwas zu trinken bekamen, verging eine Weile. Ich denke, sie waren etwas überfordert mit so vielen Leuten und in einer kleineren Gruppe wäre es einfacher gewesen. Nach Sonnenuntergang ging es dann wie erwähnt nochmals zurück in die Souks.
Atlasgebirge
Am Samstag dann wurden wir wie vereinbart um 10 Uhr abgeholt und es ging mit 4 Autos ins Atlasgebirge. Wir freuten uns alle sehr auf den heutigen Tag. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Stopp bei Frauen, die vom Erdbeben 2023 betroffen waren. Wir hätten von den zerstörten Häusern Fotos machen können. Dies fanden wir aber nicht so angebracht. Danach haben uns die Frauen Tee serviert und sie haben uns gezeigt, wie aus den Argan-Nüssen Öl hergestellt wird und was sie damit für Produkte machten, die man auch gleich vor Ort kaufen konnten. Danach ging die Fahrt weiter nach Imlil, wo wir etwas ausserhalb des Dorfes unseren Guide für das «Trekking» getroffen haben. Bevor es zur Berber-Familie zum Mittagessen ging, führte er uns noch zu einem Wasserfall. Wir waren uns alle einig, dass dies nicht zu den Highlights der Reise zählte. Sind wir doch sehr verwöhnt mit meterhohen Wasserfällen hier bei uns in der Region… Es war uns ausserdem viel zu touristisch mit den ganzen «Ständen» am Wegrand. Wir hätten es besser gefunden, wenn wir z.B. ein typisches Berber-Dorf besichtigt hätten. Wir trafen auch erst nach 14 Uhr bei der Berber-Familie zum Mittagessen ein. Wir sassen in einer Hütte auf dem Boden und genossen so ein typisches Essen der Berber. Es war wieder super lecker. Wohl die beste Tagine, die wir während des ganzen Aufenthaltes gegessen haben 🙂 Schade, konnten wir nicht mit der Familie sprechen bzw. hat uns niemand etwas über ihre Lebensweise erzählt. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zum nächsten Highlight: Die Steinwüste von Agafay und The White Camel Lodge.
The White Camel Lodge
Boah, was für ein Ausblick. Alle waren hin und weg! Ein magischer Ort und jeder von uns hat sich gefreut, hier zu sein. Ein absoluter Traum zum Abschluss. Schade, waren wir erst nach 17 Uhr da. Somit war nichts mehr mit Quad fahren / Kamel reiten oder dergleichen. Den Pool und den Sonnenuntergang haben wir aber trotzdem sehr genossen. Hier konnten wir die Seele baumeln lassen und ein paar Aperos geniessen. Fürs Abendessen hatten wir ein eigenes Zelt, was wir sehr geschätzt haben. So konnten wir wiederum gute Gespräche miteinander führen, lachen so laut wir wollten und Musik hören. Das war echt toll. Auch das Essen war wiederum sehr fein und üppig.
Mein Fazit – Marokko hat ein paar neue Fans!
Am nächsten Morgen wurden wir um 07:00 Uhr abgeholt und es ging zurück an den Flughafen und zurück in die Schweiz. Der Trip war kurz und intensiv. Aber wir alle waren super happy und haben die Reise sehr genossen. Ganz nach dem Motto Heidadorf meets 1001 Nacht! Marokko hat nun ein paar neue Fans, mich inklusive. Mohammed hat sogar am Abend noch nachgefragt, ob wir gut nach Hause gekommen sind!
Autorin: Sandra Studer, Trave Agent webook.ch
























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