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Kykladen: Paros & Tinos – Griechenland - webook.ch

Griechenland abseits des Massentourismus?

Paros ist vor allem für seine kulinarische Vielfalt bekannt und gutes Essen zieht bei uns immer. Für Tinos haben wir uns nicht etwa auf Grund der 1000 Kirchen entschieden, sondern weil wir uns in die Unterkunft verliebt haben und die Fährverbindungen mit Paros optimal vorhanden ist.

Anreise nach Paros

Anders als die Inseln Santorini und Mykonos weist Paros keinen Internationalen Flughafen auf. Unsere Anreise mit dem Flugzeug erfolgt deshalb mit einer Umsteigeverbindung via Athen. Aegean Airlines bietet eine vermeintlich gute Flugverbindung an, die ab Zürich mit knapp 4,5 Stunden wunderbar schnell und einfach klingt. Die Theorie dieser Flugverbindung ist super, die Praxis leider nicht: wir müssen in Athen den Koffer entgegennehmen und neu einchecken, was bei einer Transitzeit von 45 – 55 Minuten schlicht unmöglich ist, obwohl uns diverse Mitarbeiter der Aegean Airlines vorab versichert, dass die Zeit ausreicht. Kaum in Athen gelandet werden wir wie eine Gruppe aufgescheuchter Hühner ans nächste Gate gejagt. Auf meine Frage nach dem Koffer heisst es dann «entweder holen Sie den Koffer und buchen um oder fliegen ohne Koffer weiter». Da man mir nicht sagen kann, wann der nächste Flug von Athen nach Paros gehen würde, lassen wir den Koffer stehen und fliegen ohne weiter. Eine andere Schweizer Familie versucht die Koffer zu holen und neu einzuchecken, gibt aber nach mehr als 30 Minuten Wartezeit, in der das Gepäck trotz Prio-Tag nicht auf dem Gepäckband auftaucht, auf und fliegt mit uns weiter nach Paros.





In Paros angekommen warten wir rund 30 Minuten bis wir unseren Koffer als vermisst melden können. Die Schlange ist lang, das Lost & Found Büro voller Koffer und schnell wird klar, die Aegean Airlines hat ein grosses Problem! Die angebotene Flugvariante ist definitiv nicht mit aufgegebenem Gepäck machbar. Reist man nur mit Handgepäck top, ansonsten Finger weg!

Natürlich gibt es Alternativen, die eine sorgenfreiere Anreise ermöglichen. Man kann einen Flug über Athen mit längerer Aufenthaltszeit buchen, 3 Stunden in Athen sind empfohlen, wobei man auch hier, trotz ausreichend Zeit das Gepäck neu einzuchecken, nicht immer sichergestellt ist, dass dieses auch gleichzeitig in Paros ankommt. Der Flug Athen – Paros erfolgt mit Olympic Airlines, welche ihren limitierten Platz im Gepäckraum ständig mit verspätetem oder zurückgelassenem Gepäck füllen muss. Eine andere Möglichkeit ist die Weiterreise per Fähre ab Athen, oder der Direktflug nach Mykonos und die Weiterreise per Fähre von dort.

Insgesamt 3 Tage warten wir auf unseren Koffer, dazwischen liegt ein Besuch am Flughafen und ein Telefonat neuer Griechischer Freunde um die ganze Sache etwas zu beschleunigen. Als wir am Folgetag am Flughafen vorbei fahren um nach einem Update zu fragen wird nochmals klar, wie gross die Gepäckproblematik ist. Das Büro ist voller Koffer (an die 20 Stück) und die Schlange für neue Vermisstmeldungen lange, eine nette aber gestresste Dame sagt uns sie habe noch nicht mal die Koffer von vor 2 Tagen, unsere dauern sicher noch etwas. An sich würden wir trotz vermisstem Koffer problemlos die Ferien geniessen können, nur haben wir uns leider zu sehr auf die Zusicherungen der Aegean verlassen und weder Zahnbürste noch Badesachen, geschweige denn frische Unterwäsche im Handgepäck. Weshalb wir gezwungen sind einzukaufen. Hier stellen wir erstmals fest, dass Paros ziemlich stolze Preise hat, vor allem für Kinder- und Damenkleidung.

Paros – Olive Garden

Die Kofferproblematik ist zwar ein kleiner Tiefschlag und ärgert uns vor allem dann, wenn wir Geld ausgeben müssen für unnötige Besorgungen, ansonsten aber sind wir rundum glücklich und zufrieden, vor allem auch dank unserer wahnsinnig schönen Unterkunft, den freundlichen Gastgebern und den netten «Mitgästen» im Olive Garden. Die Anlage besteht aus 4 Ferienwohnungen, Pool und Gemeinschaftsbereich und wäre auch als ganze Villa mietbar. Das Haus liegt etwas oberhalb von Aliki, gerade mal 6 Fahrminuten vom Flughafen entfernt.

Wir haben eine helle, moderne Ferienwohnung mit 2 Schlafzimmern, 3 Bädern, einer kleinen Küche und einem gemütlichen Wohnraum, der Salzwasserpool befindet sich direkt vor unserer Nase und die 3 Terrassen, die zur Wohnung gehören, bieten unterschiedlich viel Privatsphäre, ganz nach Geschmack. Wir werden mit einem frisch gepressten Orangensaft und einem kalten Bier begrüsst und fühlen uns sofort wohl.

Ganz nach dem Motto «Ei Unzgi für alles» dürfen die Kids in den Pool springen bevor wir uns nach Aliki begeben um dort, direkt am Meer, leckeren Fisch geniessen. Auch wenn die Touristenmassen sich hier in Grenzen halten wird uns klar, Paros ist längst kein Geheimtipp mehr und unter den Touristen finden sich auffallend viele Schweizer. Zurück in der Unterkunft gibt’s noch einen «Schwum» im Pool bevor wir überraschenderweise den Geburi eines anderen Gastes mitfeiern dürfen. Wir werden mit Kuchen und Schnapps umsorgt und geniessen die wunderbare Gastfreundschaft in vollen Zügen.



Lefkes

Am nächsten Tag machen wir uns auf um das malerische Dörfchen Lefkes im Landesinneren zu erkundigen, die, im typischen Kykladen-Stil gepflasterten Gassen und die Weissen Häuser bieten eine traumhafte Kulisse und sind das perfekte Fotosujet. Nachdem wir eine Weile durch Lefkes spaziert sind und uns eine erfrischende Limonada im «Agiazi Cafe» gegönnt haben fahren wir weiter nach Naoussa. Naoussa, gerne als Fischerdorf bezeichnet, geniesst höchste touristische Anerkennung und Beliebtheit, das Städtchen trumpft ebenfalls mit wunderschönen Gässchen und weissen Häuser auf, die Menge an Shops und Boutiquen ist gross und man merkt schnell «hier ist mächtig was los». Vor allem das Nachtleben in Noussa hat einen sehr guten Ruf und macht den grösseren Inseln Konkurrenz, wir testen es allerdings mit den Kindern nicht aus. Hier finden wir aber endlich einige Wechselkleidung und Badesachen und stärken uns bei einem grossartigen Mittagessen im «Come Back».

Nachdem am 3. Tag, pünktlich zu meinem Geburi, der Koffer in Paros landet geht es nun endlich mit unserer Ausrüstung ans Meer zum Golden Beach. Der Strand ist gut besucht, die Menschenmengen verteilen sich aber relativ gut. Im Verlauf des Nachmittags wird’s uns allerdings zu heiss am Strand, weshalb wir uns aufmachen um die Umgebung noch etwas zu erkundigen und entdecken dabei den fast verlassenen und wunderschönen Saint Stephen Beach.

Bisher haben wir das kulinarische Angebot von Aliki getestet und für gut sehr befunden, vor allem die Frittierten Zucchini haben es uns angetan. Für das heutige Geburtstagsessen haben wir uns, auf Empfehlung, den perfekten Tisch im «Mira Restaurant» in Parikia reservieren lassen.

Die Strandpromenade in Parikia hat ein riesiges Angebot an Restaurants, der gekonnte Blick zeigt aber, dass längst nicht alle gleich gut besucht sind. Während im Restaurant neben an die Tische frei bleiben, stehen sich Griechen wie Touristen gleichermassen die Beine in den Bauch, um einen Tisch im Mira zu ergattern. Das Essen ist sehr lecker und der Service freundlich und zu vorkommend, das Ganze hat aber auch einen stolzen Preis.

Den nächsten morgen verbringen wir nochmals gemütlich in unserem Pool, bevor es dann am Nachmittag per Schnellfähre der Golden Star Ferries weiter nach Tinos geht.

Inselhopping

Wir verbringen einige Zeit damit am Hafen von Parikia in einem Kaffee zu sitzen und dem Treiben zu zuschauen, bevor unsere Fähre nach Tinos kommt. Dabei fällt auf wie regelmässig eine Fähre ankommt und nach kürzester Zeit wieder ablegt. Die Fährverbindungen sind wirklich top, was das Inselhopping in den Kykladen relativ einfach macht. Wir haben unsere Tickets vorab online gekauft, die Fähren bieten aber viel Platz, so, dass man auch kurzentschlossen direkt am Hafen das Ticket kaufen kann. Nach ca. 45-60 Minuten Fahrzeit erreichen wir unseren Zwischenstopp Mykonos, danach geht’s nochmals ca. 20 Minuten weiter nach Tinos. Wer hofft auf der Überfahrt etwas frische Luft schnappen und nach Delfinen Ausschau halten zu können wird leider enttäuscht, auf der Superexpress ist dies nicht möglich, dafür gibt’s bequeme Sitze, genügend WCs und ein Bordbistro mit fairen Preisen.

Tinos

Tinos ist hauptsächlich für seine über 1000 Kirchen bekannt gilt als wichtigste Marien-Wallfahrtsstätte. Zugegeben, wir besuchen diese Insel aus anderen Gründen. Einer davon ist sicherlich die Unterkunft im Kechros House, die es mir angetan hat, andererseits ist es aber die Authentizität der Insel die uns Neugierig gemacht hat.

Begrüsst werden wir auch hier von der Gastgeberin persönlich, Das Haus, welches 2 Wohnungen beherbergt, liegt im gleichnamigen Dörfchen Kechros, ca. 20 Fahrminuten von der Stadt Tinos entfernt. Die Wohnung bietet mit 2 Schlafzimmer, einer gut ausgestatteten Küche und offenem Wohn-/Essbereich und einem Bad genügen Platz für uns 4. Besonders schön sind die Terrasse und die Gartenanlage. Der gemeinsam nutzbare Aussenbereich mit BBQ-Ecke wurde wohl länger nicht mehr genutzt, würde aber viel Platz bieten um in Ruhe zu grillieren. Auch gut kommen die hausgemachten Leckereien wie Kuchen, Keckse, Marmeladen und Granatapfel-Likör bei uns an.

Kechros selbst ist relativ klein, in nächster Nähe gibt es eine Apotheke, einen Minimarkt, einen kleinen Bäcker und ein Restaurant. Wir entscheiden uns aber dafür den Supermarkt in Tinos aufzusuchen und uns für die nächsten Tage mit den Grundnahrungsmitteln einzudecken. Joanna, unsere Gastgeberin, spricht gutes Englisch und kann uns deshalb auch viele Tipps hinsichtlich Strände und Restaurants geben.

Kechros Dorf – Agios Romanos – Kolimvithra Beach

So besuchen wir am nächsten Tag auf ihre Empfehlung den Strand Agios Romanos. Hier gibt’s es nebst der Strandbar mit Liegen und Sonnenschirmen auch genügend Schatten unter den Bäumen und beim Schnorcheln kann man den einen oder andern Fisch und Rochen sehen. Der zweite Strandbesuch führt uns in den Norden an den Kolimvithra Beach, auch dieser ist mit einer Strandbar mit Sonnen-Pilze ausgestattet, die abends zu einem kleinen Partyort mutiert.

Nach den Strandtagen liegt eine unserer Töchter leider für 2 Tage mit Fieber im Bett, weshalb wir nicht ganz so viel von Tinos sehen konnten wie wir wollten. Aber was wir gesehen haben gefällt uns. Auch wenn Tinos im Vergleich zum Paros einen ganz anderen Stil aufweist. Weder Tinos Stadt noch die Dörfer sind im pittoresken Stil gebaut, die Häuser zwar weiss oder aus Naturstein, die Gassen aber normale Strassen oder Wege. Auf Tinos ist man definitiv auf einen Mietwagen angewiesen um die Strände, Dörfer und Restaurants zu besuchen. Das Angebot an tollen Restaurants ist gross, besonders das Veneranda und das Krok Monsieur in Krokos oder das Triantaraki in Triantaros haben uns sowohl vom Ambiente wie auch von den Speisen überzeugt.

Nach 5 kurzen Tagen verlassen wir Tinos wieder per Fähre an einem Samstag. Hier fällt auf, dass der Haupttourismus auf Tinos wohl übers Wochenende, rechtzeitig zu de den Messezeiten, erfolgt. Die ankommende Fähre ist rappelvoll und die Ein-/Aussteige Prozedur dauert im Vergleich zum letzten Mal fast dreimal so lange. 

Paros 2. Teil

Die Rückfahrt via Mykonos nach Paros verläuft ohne Zwischenfälle, so, dass wir pünktlich zur vereinbarten Zeit in unserer letzten Unterkunft im Herzen von Parikias Altstadt ankommen. Das Auto lassen wir etwas ausserhalb auf einem öffentlichen Parkplatz stehen. Die Unterkunft Joyanne liegt zentral aber versteckt in einem der Zwischengässchen und trumpft vor allem mit der Dachterrasse auf. Die 2 Schlafzimmer, das Bad und die Wohn-Küche sind klein, erfüllen aber ihren Zweck.

Die Küche brauchen wir hier bewusst nicht, denn die Altstadt Parikias bietet eine grosse Auswahl an Restaurants und Cafés, am meisten haben wir wohl die Gelateria ums Eck besucht. Die Altstadt von Parikia ist wunderschön, wenn auch bei weitem nicht so menschenleer wie das auf den Bildern jeweils scheint.

Antiparos – Tagestrip

Unbedingt empfehlenswert ist ein Tagesausflug nach Antiparos, die Personenfähre verkehrt mehrmals täglich ab Parikia, da wir uns aber mit dem Mietwagen frei auf der Nachbarinsel bewegen möchten, fahren wir nach Pounda um die Fähre nach Antiparos zu nehmen, diese fährt sogar noch regelmässiger und bietet genügen Platz für mehrere Autos. Die Überfahrt dauert nur knapp 15 Minuten. Wir fahren nach Ankunft direkt weiter der Küste entlang und genehmigen uns im Soros Beach eine kleine Abkühlung. Das Wasser ist, wie überall auf den Kykladen, herrlich erfrischend, sauber und kristallklar.

Danach geht’s weiter zum Garbis Beach für eine Schnorchelrunde, bevor wir uns in Antiparos bei einem leckeren Essen stärken. Wie auch in Paros gibt’s auf Antiparos viele Katzen und obwohl ein Grossteil davon Strassenkatzen sind, sehen diese äusserst gepflegt und gesund aus. Sie betteln kaum und die Strassen sind nicht voller Katzenkot, die Katzen werden sogar liebevoll umsorgt und als Teil der Kultur gesehen, so kann man nebst Kalender auch viel Mode mit mit Katzensujets kaufen.

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Nach einem herrlichen Tagesausflug gönnen wir uns einen letzten Gyros Pita mit griechischem Salat bevor es dann am nächsten morgen in aller Früh zurück in die Schweiz geht. Dort erwarten uns Regen und knapp 18°C, aber immerhin kommt der Koffer diesmal direkt mit uns mit.

Jassas Griechenland, es war uns eine Freude!

Text & Bilder: Nicole Brun, webook.ch

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