Das Paradies im Pazifik – Unser Samoa Abenteuer

Unsere Reise führte uns weiter auf die wunderschönen Inseln Samoa – einer Inselgruppe im Herzen des Pazifiks, bekannt für ihre atemberaubende Natur, freundliche Einwohner und einzigartige Kultur. Wir erkunden Apia, die Hauptstadt, und die Insel Savai’i, wo wir sowohl die Schönheit der Strände als auch die historischen Lavafelder und Wasserfälle geniessen. Unser Fokus liegt auf den Erlebnissen abseits der Touristenpfade und den wahren Alltagserfahrungen mit den Einheimischen.

Samoa

Die letzten Wochen haben wir in Neuseeland verbracht, ein wunderbares Land mit herrlicher Natur und einem netten Volk. Im Spätsommer / Herbst aber auch kalt und nass, unsere Körper lechzen förmlich nach Sonnenschein, tropischen Früchten und Wassertemperaturen über 16°C. Deshalb heisst es für uns Ende April: Talofa lava Samoa!

Mit dem Flug nach Apia erfüllen wir uns einen Traum und bereisen ein Land auf unserer Bucket List – warum das da drauf war kann ich nicht genau sagen, vielleicht weil wir es lieben die unbekannteren Reiseziele zu erkundigen, vielleicht auch nur weil die Google-Bildersuche ansich genug überzeugend ist. Ohne Erwartungen oder einem konkreten Bild im Kopf fliegen wir also nach Apia, der Hauptstadt des Landes, die mit knapp 40’000 Einwohnern ziemlich überschaubar ist. Wir fühlen uns bei Ankunft am Flughafen bereits wohl, was allerdings nicht für unsere Schweizer Debitkarte gilt, diese will trotz Länderfreigabe parstout nicht funktionieren, zum Glück ist die Kreditkare nicht ganz so zimperlich. Direkt nach Ankunft übernehmen wir unseren Mietwagen um damit durch die Hauptinseln Upolu und Savai’i zu flitzen. Als Ausländer benötigt man eine temporäre Samoanische Fahrerlaubnis, die man für 21 Tala (ca. 7.- CHF) bei Übernahme erhält. Leider hat die Mietwagenfirma nur noch ein Formular übrig und stellt diese auf Raphi aus, weshalb ich mich selbst nicht hinter das Steuer setzen dürfte (mehr dazu später). 



Nicoles Brun Travelagent webook.ch

Nicole Brun Travelagent webook.ch

Nicole Brun hat Samoa im Rahmen ihrer einjährigen Asienreise mit ihrer Familie getestet. Tel: 058 520 02 50



Apia


In ganz Samoa gilt die Maximalgeschwindigkeit von 56km/h, Innerorts zum Teil auch 40km/h, die “Island Time” wird also schon ab dem Flughafen Faleolo gelebt. Gemütlich fahren wir die knapp 29 Kilometer nach Apia, wo wir die ersten Nächte in einem herrlichen Airbnb nur wenige Minuten vom Stadtzentrum verbringen. In einem bestens ausgestatteten Häuschen inkl. einem Garten voller tropischer Früchte und den Besitzer als Nachbarn haben wir die perfekte Basis um die Hauptstadt und umliegenden Sehenswürdigkeiten zu erkundigen. Wir schlendern durch den Fugalei Markt, kühlen uns in der beeindruckenden Kathedrale ab, rutschen den Papaseea Sliding Rock Wasserfall hinuntern, Essen hervorragende Fish & Chips und geniessen vor allem die Freundlichkeit der Samoaner. 







Savai’i

Die Fähre der SSC fährt je nach Monat und Tag mehrfach von Mulifanua nach Salelologa. Für die Überfahrt mit einem Auto ist es absolut notwendig das Ticket mindestens 1 Woche vorher im Büro der SSC zu kaufen. Online, via Email oder Telefon gibt es leider keine Möglichkeit – ich habe wirklich alles probiert. Im besten Fall organisiert der Autovermieter das benötigte Ticket, unsere Mietwagenfirma MS Service wollte / konnte diese Dienstleistung allerdings nicht erbringen. Deshalb war ich gegen Ende unseres Aufenthaltes in Neuseeland doch etwas nervös, denn die Fähre ist gemäss all den Infos im Internet jeweils restlos ausgebucht. Zum Glück hat Vee, die wunderbare Besitzerin des Airbnbs in Apia, jedoch ihre Hilfe angeboten und uns die Tickets gekauft. So fahren wir nach 4 Tagen in Apia ziemlich enstspannt zum Hafen um dort an Bord der Fähre zu gehen. Die Passagiertickets können übrigens problemlos 1 Stunde vor Abfahrt für wenig Geld am Hafen gekauft werden. Kaum auf der Fähre wird man innert Sekunden derart zugeparkt, dass ein Ausstieg selbst durchs Fenster nicht mehr möglich ist. Glücklicherweise haben wir uns mit genügend Snacks und Wasser eingedeckt, so, dass wir auch die 90 Minuten Überfahrt im Auto gut überstehen. Tipp: falls ihr diese Reise einmal macht, teilt euch auf, das Passagierdeck der Fähre ist nämlich ziemlich gut und bietet eine tolle Aussicht. 

Savai’i begrüsst uns mit einem starken Regenschauer, in den Tanu Beach Fales im Norden der Insel scheint aber bereits wieder die Sonne, als wir ankommen. Hier verbringen wir 5 Nächte in einfachen Strandhütten, den Beach Fales, ausgestattet mit einer Matratze und einem Mückennetz, einer Steckdose und Licht, sowie einem Sichtschutz. Gemeinschaftsduschen und -WCs befinden sich weiter hinten in der Anlage und es gibt einen grossen Essbereich – That’s it. Kein Luxus oder Schnickschnack dafür aber die herrlichsten Sonnenuntergänge und eine paradiesische Aussicht. Abends kommen die Flughunde in Scharen und machen es sich direkt im Baum neben unserem Fale bequem. Ein tolles Spektakel, auch wenn es zu beginn etwas irritierend ist, dass sie die angefressenen Früchte auf unser Blechdach fallen lassen. Direkt vom Fale aus sehen wir Schildkröten im Wasser und das Schnorcheln hier ist sehr schön, überall auf der Insel laufen Hühner und Schweine herum, was das Vaiana-Feeling noch verstärkt. 

Frühstück und Abendessen sind inklusive und bestehen, ganz im Samoa-Stil vor allem aus viel frittiertem Fisch oder Fleisch sowie Reis. Wir besuchen die nahe gelegenen Lava Felder, die vor etwas mehr als 100 Jahren bei der Eruption des Matavnu Vulkans entstanden sind, baden im Afu Aau Wasserfall, der leider relativ wenig Wasser führte und geniessen die unterhaltsamen Geschichten von Freida, die hier für unser leibliches Wohl zuständig ist. Jeden Abend kommen die Männer des Dorfes im Fale vorbei um Volleyball zu spielen, ansonsten wird vor allem Cricket und Rugby gespielt in Samoa. Da wir bisher nicht eine Polizeikontrolle gesehen haben setze ich mich doch auch hinters Steuer und fahre durch die Gegend. Murphys Law: natürlich passieren wir nicht nur eine sondern gleich 3 Kontrollposten der Polizei während ich “ohne gültige Fahrerlaubnis” unterwegs bin. Glücklicherweise will keiner der drei Posten die Papiere sehen, der erste plaudert nur mit uns, der zweite grüsst freundlich und der dritte winkt uns von Anfang an durch. 



Upolu

Die Rückfahrt nach Upolu mit der Fähre gehen wir mit besserem Wissen an, so gehe ich mit den Kids als Fussgänger an Bord und geniesse die Aussicht vom Passagierdeck. Insgesamt 7 Schildkröten sehen wir, was immer wieder ein tolles Erlebnis ist. Auch die letzten 5 Nächte in Upolu verbringen wir in einem Fale, diesmal fahren wir in den Südwesten der Insel und befinden uns quasi im Nirgendwo. Im Dorf gibt es 2 kleine Läden, viele Fales und eine Kirche. Am Muttertagswochenende, hier ein Feiertag mit zusätzlichem freien Tag, befinden sich viele Einheimische in den Fales und es kehrt Leben ein im Dorf. Die Kinder freunden sich mit den Einheimischen Kids an und geniessen die Schulfreie Zeit die wir aufgrund von fehlendem Wifi einlegen. Mit Lasi und Lini, den Besitzer der Jaymy Beach Fales, gehen wir am Muttertagssonntag in die Kirche, vor um ihnen eine Freude zu machen und sind etwas enttäuscht davon wie fest die Samoanische Kultur in dieser Kirche untergraben wird. Mit dem Keyboard werden Orgelklänge erzeugt und die gesungenen Lieder sind auf Samoanisch übersetzte Standard-Kirchenlieder. Da wir die Samoaner sonst als sehr Kulturverbunden und Stolz kennen gelernt haben, haben wir von der Kirche mehr erwartet. Jeden Tag springen wir ins kristallklare Wasser und schnorcheln durch die Gegend, dabei ist das Giant Clam Reserve sicherlich ein Highlight und macht mit den gigantischen Riesenmuscheln seinem Namen alle Ehre. Zufällig fahren wir an einem Rugby-Grümpi vorbei, bei dem wir noch etwas mit schauen und darüber staunen wie viele Frauen auch dem Sport nachgehen. 



Fazit


Mit Samoa, der Wiege Polynesiens, beginnt unsere Reiseroute durch die Südsee und die polynesische Kultur, ein toller Einstieg mit sehr freundlichen und stolzen Menschen. Mit der Kulinarik konnte uns Samoa nicht überzeugen, obwohl hier viele lecker und gesunde Lebensmittel gedeihen wird hauptsächlich frittiertes gegessen. So ist auch der McDoof in Apia zu jeder Tageszeit voll. Die gegessenen Mengen sind riesig, wohl mit ein Grund warum die Samoaner mit einer Lebenserwartung von 67 resp. 73 Jahren doch ziemlich jung aus dem Leben scheiden. Abenteuer und Luxus sind hier eher weniger vertreten, stattdessen gibt es hier einen erholsamen Urlaub mit viel Island-Time, Entspannung und paradiesischer Aussicht. Weiter geht die Reise nach Fidschi und wir sind bereits sehr gespannt darauf welche Unterschiede wir entdecken.

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Raja Ampat – Das Tauchparadies

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Familienreise durch Malaysia



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