Von Riga bis Pärnu: Unser Camper-Abenteuer durch Estland und Lettland: #webookontour mit unserer Irina Vontobel

Die Vorfreude war riesig: Endlich ging es los! Was als kurze Städtereise in die lettische Hauptstadt Riga begann, entwickelte sich zu einer unvergesslichen Camper-Tour durch zwei faszinierende Länder. Von der pulsierenden Altstadt über die wilden Moore Lettlands bis hin zu den klippigen Küsten Estlands – unsere Reise war ein Mix aus Kultur, Natur und purem Camper-Abenteuer.
Riga: Jugendstil, Geschichte und der erste Camper-Tag
Unser Aufenthalt in Riga war ein voller Treffer. Die Altstadt mit ihren geschwungenen Gassen und den historischen Parks hat uns sofort in ihren Bann gezogen. Nach einem entspannten Check-in im „Neiburgs Hotel“ (inklusive eines angenehmen Upgrades) und einem ersten lettischen Bier, erkundeten wir die Stadt. Der Abend im „Ala Pagrabs“, einem historischen Weinkeller, lockerte mit lettischen Spezialitäten und einer Shisha perfekt auf.
Am nächsten Tag standen der Zentralmarkt und das weltberühmte Jugendstil-Viertel auf dem Programm. Die prunkvollen Fassaden sind einfach atemberaubend – Riga ist definitiv die Hauptstadt des Jugendstils. Ein Abstecher zur Insel Kipsala mit ihren charmanten Holzhäusern und der Aussicht von der „Vansu Brücke“ lohnte sich ebenfalls. Das Essen war ein Highlight: vom fantastischen Rye-Bread-Knoblibrot in der „Garage“ bis hin zu Gitarrenklängen beim Abendessen.
Der eigentliche Start in die „Camper-Welt» war nicht ganz planbar. Nach einer Verspätung bei der Camper-Übergabe mussten wir unsere Pläne anpassen, aber die Kompromisse zahlten sich aus. Der „Kemeri Nationalpark“ mit seinen Moorlandschaften und das „Kap Kolka“, wo Ostsee und Rigaer Bucht aufeinandertreffen, waren absolute Höhepunkte. Der Sonnenuntergang am Strand, bevor Irina ihre allererste Nacht im Camper verbrachte, war ein magischer Moment.
Natur pur: Nationalparks, Kajaks und der erste Elch-Flirt
Die Tage im Camper vergingen wie im Flug. Ein früher Start am Kap Kolka belohnte uns mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang im Meer. Über den „Slitere Nationalpark“ und den nördlichsten Weinberg der Welt ging es weiter zum „Gauja Nationalpark“. Ein traumhafter Stellplatz mit Blick auf die Natur, frische Tomaten und ein Lagerfeuer machten das Camper-Leben perfekt.
Ein Highlight war das Paddeln auf der Gauja. 17 Kilometer auf dem Fluss, praktisch allein, mit einem Picknick auf einer Sandbank – das ist Natur pur. Die Weiterreise führte uns dann durch endlose estnische Weiten nach Estland. Der „Lahemaa Nationalpark“ bot uns den Biberpfad (leider ohne Biber) und das malerische Kapitänsdorf Käsmu.
Estland: Geschichte, Klippen und die Insel Muhu
Estland überraschte uns mit einer Mischung aus Mittelalter und Moderne. Tallinn war ein Highlight: Von den Vierteln Telliskivi und Kalamaja über die Altstadt bis zum Rotermann-Viertel – jedes Viertel hat einen eigenen Charakter. Ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte „Klooga“ und die Wanderung entlang der Steilküste von „Pakri“ waren bewegende Erlebnisse.
Die Fähre nach Muhu brachte uns auf eine der schönsten Inseln Estlands. Die Fahrt war zwar abenteuerlich (ein enger Waldweg mit tiefliegenden Ästen), aber der herzliche Fischerhafen und der traumhafte Campingplatz „Tehumardi“ machten alles wett. Die Windmühlen von „Angla“ und die „Panga Cliffs“ (die Kulisse des Films „The Reef») waren unvergesslich. Ein starker Regenwechsel zwang uns zwar zu einem kurzen Kaffee im „Kliff Restaurant“, aber die Stimmung blieb unverändert gut.
Das Ende einer Reise: Soomaa und die Sonnenfinsternis
Unser letzter Tag führte uns zum „Soomaa Nationalpark“, wo wir über typische Bohlenwege durch Hochmoore und Wälder spazierten. Ein hervorragendes Abendessen im „Veherments Restaurant“ in Pärnu mit fantastischen Tapas krönte den Tag. Kurz vor der Rückgabe des Campers genossen wir noch die Sonnenfinsternis – auch wenn das Wetter stürmisch war.
Fazit
Diese Reise war mehr als nur ein Urlaub. Sie war ein Abenteuer, das uns von der Kultur Rigas über die Wildnis Lettlands bis zu den Klippen Estlands führte. Die Camper-Erfahrung, die herzlichen Locals, die wunderschönen Naturlandschaften und die kulinarischen Höhepunkte haben uns gezeigt, wie vielfältig und schön das Baltikum ist. Wir kehren mit einem vollen Herz und vielen unvergesslichen Momenten zurück – und vielleicht mit dem Wunsch, bald wieder aufzubrechen.
Für Fragen stehen wir euch jederzeit zur Verfügung, schreibt uns einfach.



















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