Französisch-Polynesien mit Kindern: Unser Inselabenteuer im Südpazifik

Französisch-Polynesien mit Kindern | Familien-Weltreise
Französisch-Polynesien hat uns mit seiner unglaublichen Vielfalt begeistert. Während Tahiti für uns vor allem Ausgangspunkt der Reise war, fanden wir auf Mo’orea das erhoffte Südseefeeling mit spektakulärer Natur und fantastischen Schnorchelplätzen. Tikehau verzauberte uns mit Inselidylle, Mantarochen und rosafarbenem Sand, während Rangiroa durch authentische Begegnungen, die Blue Lagoon und den Tiputa Pass überzeugte. Eine Reise durch Französisch-Polynesien ist zwar kostspieliger und aufgrund der langen Anreise aus der Schweiz zeitintensiv, doch die traumhaften Landschaften, die faszinierende Unterwasserwelt und die Herzlichkeit der Menschen machen sie unvergesslich. Für unsere Familien-Weltreise war Französisch-Polynesien ein ganz besonderes Kapitel.
Nicole Brun Travelagent webook.ch
Nicole Brun hat Samoa im Rahmen ihrer einjährigen Asienreise mit ihrer Familie getestet. Tel: 058 520 02 50
Papeete – Tahiti
Knapp 5,5 Stunden Flugzeit trennen Noumea von Papeete, der Hauptstadt Französisch Polynesiens. Da wir die Datumsgrenze überfliegen gewinnen wir fast einen ganzen Tag und stellen die Uhren rund 21 Stunden zurück. Unser Flugzeug hat etwas Verspätung, weshalb wir nach Einbruch der Dunkelheit ankommen und so der erhoffte Blick aus der Vogelperspektive ins Wasser fällt. Ein Taxi bringt uns in die erste Unterkunft in Arue, etwas ausserhalb vom Stadtzentrum Papeetes. Hier verbringen wir die ersten Tage und realisieren ziemlich schnell, dass wir ohne fahrbaren Untersatz aufgeschmissen sind. Ein Mietwagen ist absolut empfehlenswert. Nichtsdestotrotz gelangen wir ins Stadtzentrum, wo wir im ersten Moment ein bisschen enttäuscht sind. Obwohl wir versuchen ohne Vorurteile oder fixe Vorstellungen im Kopf die Welt zu bereisen so hatten wir doch ein Bild von Papeete im Kopf, welches sich nicht erfüllt. Der Stadt fehlt es an Charme und diesem speziellen Südseefeeling. Wir besuchen den lokalen Markt und finden doch hier und da noch tolle Boutiquen und gute Restaurants, sind aber froh darüber, nach 3 kurzen Nächten die Weiterreise nach Mo’orea antreten zu können.
Mo’orea
Das Ticket für die Aremiti Fähre haben wir vorab am Schalter bezogen und dank einer netten Dame sogar den Familien-Deal für Einheimische erhalten. Die Überfahrt dauert knapp 30 Minuten und ist für schwache Mägen durchaus eine Herausforderung. Unsere Unterkunft ist mit einer der schönsten, in der wir in den letzten Monaten auf Reisen übernachtet haben und liegt in einer ruhigen Nachbarschaft in Tema’e. In unmitelbarer Nähe befindet sich der kleine Flughafen von Mo’orea, der wenige Flugverkehr stört uns aber keineswegs. Das Italienische-Tahitianische Päärchen Italo und Marie-Lousie bietet mit dem Fare Ofe ein wahres Fleckchen Paradies an. Ein kleines Häuschen mit wunderbarem Garten, bestens ausgestattet und hervorragend gepflegt. Auch auf Mo’orea ist ein Auto oder Scooter absolut notwendig, wenn man die Insel auf eigene Faust entdecken will. So spatzieren wir die knapp 5 km zurück zum Hafen, um uns dort 2 Scooter zu mieten. Wir fahren die Route de Ananas, besuchen den Belvédère Lookout und kayaken durch den Coral Garden Tiahura. Den schönsten Schnorchelspot haben wir mit dem öffentlichen Strand von Tema’e direkt vor der Nase, hier sehen wir haufenweise Schwarzspitzriffhaie, Rochen, Schildkröten und bunte Fische. Der in Papeete vermisste Charme und das Südseefeeling kommen hier definitiv nicht zu kurz. Die Landschaft Mo’oreas ist atemberaubend und es ist offensichtlich warum die Insel eine der Hauptinspirationen von Disney für fiktive Insel «Motunui» war.
Tikehau
Nach einer kurzen und wundervollen Woche geht es am Sonntag früh zum Hafen und mit der Fähre zurük nach Papeete, wo der Weiterflug in den Tuamotu-Archipel ansteht. Insider Tipp am Rande: Der Fährenfahrplan ist sonntags reduziert, wenn möglich raten wir, Reisen auf einen anderen Wochentag zu verlegen. Unser Weiterflug von Papeete nach Tikehau findet erst um Mittag statt, weshalb wir am Flughafen noch mehr als genügend Zeit für Shopping und Snacks haben. Die Auswahl ist jedoch ziemlich dürftig. Der Flieger nach Tikehau ist bis auf den letzten Platz gefüllt, dank unseren Kindern werden wir beim Einsteigen jedoch bevorzugt behandelt und können uns so gute Sitzplätze sichern. In Tikehau werden wir traditionell mit herrlich duftenden Blumenketten begrüsst, dann geht’s mit dem Boot weg von der Hauptinsel zu unserer Unterkunft. Die Te Manu Lodge sprengt zwar unser festgesetztes Tagesbudget, ist jedoch ein Luxus, den wir uns aufgespart haben und gönnen wollen. Die Lodge liegt auf weiss-rosa farbenem Sand und bietet Inselidylle pur. Im Meer wimmelt es von kleinen Schwarzspitzriffhaien und diversen Fischen, wir sehen sogar einen Oktopus mittem am Tag. Die Hoas (Kanäle, welche die einzelnen Inseln trennen) laden zum Standup Paddeln und Kayaken ein. Hier sind wir auf unserer insgesamt 5. Manta Tour endlich erfolgreich und können die gigantischen Meeresbewohner bei ihrem Tanz im Wasser beobachten. Die Kinder erfreuen sich zwar fast mehr an den beiden jungen Katzen in der Lodge, aber auch sie wissen dieses Naturschauspiel zu schätzen. Kulinarisch werden wir mit frischestem Thunfischtartar verwöhnt und geniessen es, nicht selbst kochen zu müssen.
Rangiroa
Wir verlassen Tikehau zusammen mit einem Italienischen Päärchen, nur um am kleinen Flughafen festzustellen, dass wir nicht nur auf die selbe Insel weiter fliegen, sondern in Rangiroa auch die selbe Unterkunft gebucht haben. Der Flug nach Rangiroa dauert gerade mal 20 Minuten, mit dem Taxi geht es zum Hafen, wo wir den Tiputa Pass überqueren und dort von Marco und Enrica begrüsst werden. Das Italienische Päärchen hat sich hier vor ein paar Jahren niedergelassen, nachdem sie jahrelang mit dem Boot durch die Welt gereist sind. Mit der Moana Breeze Ecolodge bieten sie Reisenden aus aller Welt eine gemütliche Unterkunft in einem typisch Tahitianischen Dorf an. Unser Highlight war der Baguett-Briefkasten, der täglich mit frischen Baguette bestückt wurde. Da wir pünktlich zu den hiesigen Sommerferien da sind, nehmem sie uns kurzerhand mit zum Abschlussfest der Dorfschule. Ein Erlebnis, das einen tollen Einblick in die lokale Kultur bietet. Wo Tikehau als Inselparadies glänzte, überzeugt Rangiroa mit Authentizität und Herzlichkeit. Wir besuchen die Blue Lagoon und die Ile aux recifs, die für ihre einzigartie Korallenformationen und mondähndliche Landschaft bekannt ist und sehen den Delfinen beim spielen in den Wellen des Tiputa Passes zu.
Fazit
aus der Schweiz, genügend Zeit. Dafür werden Reisende mit perfekten Sandstränden, kristallklarem Wasser und einer vielfältigen Tierwelt belohnt. Die Tahitianer sind äusserst freundliche und liebenswürdige Menschen und begrüssen jeden mit «Ia’orana» und einem Lächeln auf den Lippen. Von den über 118 Inseln und Atollen haben wir nur einen kleinen Bruchteil gesehen, aber jede einzelne davon hat Lust auf Mehr gemacht.






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